Ein Ort zwischen Tradition und Natur,
der unsere handwerklichen Biere inspiriert.

luppolo
1

VON DER VORGESCHICHTE ZUM LAGO MAGGIORE

Archäologische Funde belegen, dass Cannobio lange vor Rom existierte. Vorromanische Bestattungen, deren Erinnerung im 16. und 17. Jahrhundert verblasste, weisen auf uralte Siedlungen an diesen Ufern hin. Mit dem Römischen Reich wandelte sich das Gebiet: Cannobio wurde zu einem strategischen Handelszentrum, über das Wasser direkt mit Mediolanum verbunden. Sarkophage aus dem 1. und 2. Jahrhundert n. Chr., noch heute im Palazzo della Ragione zu sehen, erzählen von Kaufleuten, Handelsrouten und einer Kultur, die den verborgenen Wert des Wassers zu lesen wusste.

2

DAS MITTELALTER DER FREIEN GEMEINDEN

1207 erhielt Cannobio den Titel „Borgo“ und erlebte seine mittelalterliche Blüte. Es waren Jahre kommunaler Freiheit, in denen tatkräftige Hände ein Handelsnetz rund um den See knüpften. Duftendes Holz aus den Tälern, wertvolle Häute für Mailand – das Ergebnis einer Wirtschaft, die Autonomie und Wohlstand schuf. 1291 entstand der Palazzo della Ragione: nicht nur ein Gebäude, sondern das greifbare Symbol bürgerlicher Macht, wo die Bürger über ihr Schicksal entschieden. Sein Glockenturm wacht noch heute über den Platz, stiller Zeuge von acht Jahrhunderten Geschichte.

3

DAS WUNDER, DAS DIE STADT VERÄNDERTE

Im Januar 1522 geschah das Unerklärliche. Ein Christusbild auf Pergament, in einem privaten Raum aufbewahrt, begann zu bluten. Dann etwas noch Außergewöhnlicheres: Eine Rippe, proportional zum dargestellten Körper, fiel vom Pergament. Die Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Sechzig Jahre später kam der heilige Karl Borromäus selbst hierher und ordnete den Bau eines großen Heiligtums an. Die zwischen 1575 und 1614 errichtete Kirche ist nicht nur Stein: Sie ist die Verdichtung des kollektiven Glaubens, ein Ort, an dem die Region einen tiefen spirituellen Sinn wiederfand. Im Inneren bewahrt sie Gaudenzio Ferraris „Aufstieg zum Kalvarienberg“, eines der Meisterwerke der italienischen Malerei.

4

DAS INDUSTRIEZEITALTER UND DER WEG IN DIE ZUKUNFT

1863 erreichte die Uferstraße Cannobio und verband es mit dem übrigen Italien. Ein Wendepunkt. Aus den wilden Wassern des Cannobino entstand Industrie: Die Seidenfabrik Gilbert beschäftigte tausend Arbeiterinnen, Papiermühlen produzierten Bögen, Sägewerke schnitten Holz. Die Agrarwirtschaft entwickelte sich zur Industrie. Und doch blieb Cannobio seinen Wurzeln verbunden: Dasselbe Wasser, das einst den mittelalterlichen Handel trug, trieb nun Maschinen der Moderne an und schuf Arbeit und Wohlstand bis in die 1960er Jahre.

5

VON DER NACHKRIEGSZEIT BIS HEUTE: SEE, TOURISMUS UND GEMEINSCHAFT

Nach dem Zweiten Weltkrieg schlug Cannobio einen neuen Weg ein. Fabriken schlossen nach und nach, doch das Gebiet leerte sich nicht. Der Tourismus wurde zum roten Faden zwischen Vergangenheit und Zukunft: Jedes Jahr entdecken Tausende den Orrido di Sant’Anna, schlendern durch die mittelalterliche Altstadt und halten am Seeufer inne. Heute pendeln viele Grenzgänger in die Schweiz, junge Innovatoren starten neue Projekte, und die Gemeinschaft bewahrt ihr Erbe mit Sorgfalt. Ein Land im Gleichgewicht: zwischen Erinnerung und Innovation, Natur und Kultur, lokal und global.

linker Pinselstrich
Hopfen-Icon
rechter Pinselstrich

In jeder Ecke Cannobios erzählt eine Geschichte von Natur, Zeit und Hingabe.

Zwischen den klaren Wassern des Orrido, den Wegen des Monte Giove und der Ruhe des Cannobina-Tals finden wir täglich Inspiration.

Hier, wo die Berge auf den See treffen, entstehen unsere Biere: verschieden im Charakter, doch vereint durch denselben authentischen Geist der Region.